Ergotherapie Privatpraxis

Zahlreiche Krankheitsbilder führen dazu, dass Fähigkeiten verloren gehen oder sich bei Kindern nur unzureichend ausbilden. Eine starke Einschränkung der Handlungsfähigkeit kann zum Beispiel ein Schlaganfall mit einer Lähmung oder ein Unfall mit Verlust und Verletzung von Extremitäten sein. Auch rheumatische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder verschiedene neurologische und psychiatrische Erkrankungen können die Betroffenen erheblich einschränken. Weitere Zielgruppen für ergotherapeutische Ansätze sind Menschen mit Demenzerkrankungen und Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten. Der Bereich der Gesundheitsförderung und der Primärprävention steht in unserem Gesundheitssystem immer mehr im Fokus und auch die Ergotherapie wird zur Vorbeugung von Krankheit und Funktionsverlust eingesetzt.


Mit Ergotherapie mehr Lebensqualität und Wohlbefinden. Für den Alltag üben um selbstständig handeln zu können. Endlich das eigene Leben in die Hand nehmen.


  1. Florian (9 Jahre) geht in die dritte Klasse und klagt neuerdings häufig am Morgen über Bauchschmerzen.  Bislang zeigten sich im Bereich Mathematik keine Probleme, doch neuerdings benötigt er sehr lange für die Rechenaufgaben. In den anderen Schulfächern zeigt er gute Leistungen. 
  2. Herr Müller (35 Jahre) hat seit einem Motorradunfall mit Kopfverletzung Probleme mit der Orientierung und der Merkfähigkeit. Mit einer Hand kann er nicht mehr richtig greifen und klagt über Empfindungsstörungen. Das linke Knie lässt sich nicht mehr richtig beugen
  3. Herr und Frau Wilken (beide weit über 80 Jahre) haben Einschränkungen in der Beweglichkeit. Plötzlich tun sich in der Wohnung Hürden-Barrieren auf. Die Dusche und die Badewanne können sie nur noch mit erheblichen Schwierigkeiten nutzen. In der Küche sind die Schränke zu hoch. Das Bedienen der Waschmaschine und Transportieren der Wäsche fällt schwer. Den Schlafraum oben kann Herr Wilken nur unter größter Mühe erreichen.

Die Beispiele lassen erahnen, wie vielfältig der Aufgabenbereich eines Ergotherapeuten ist. So verschieden die Krankheitsbilder sind, so individuell sind die therapeutischen Maßnahmen die im folgenden Text für Florian, Herrn Müller und die Wilkens beschrieben werden:

  1. Im Erstgespräch berichtet Florians Mutter, das sie alleinerziehend und berufstätig sei. Florian hätte eine Spielekonsole zu Weihnachten bekommen und würde viel Zeit damit verbringen. In den folgenden Einzelberatungen trainiert Tim seine Fähigkeiten in den Bereichen Gleichgewicht und Konzentration durch gezielte Bewegungsübungen und ein spezielles PC-Trainingsprogramm. Gemeinsam mit der Mutter wird ein Konzept für die Durchführung seiner Hausaufgaben erarbeitet ( Zeitpunkt, Dauer, Ort). Für den Umgang mit Medien  ( PC - Handy -  Spielekonsole - Fernseher) werden genaue Vorgaben bzgl. Dauer und Inhalt erarbeitet. 
  2. Herr Müller möchte bald wieder am Arbeitsleben teilnehmen, deshalb wird das Augenmerk auf die Verbesserung von Funktionsfähigkeit und Tiefensensibilität der Hände gelegt. Seine kognitiven Fähigkeiten trainiert er überwiegend mit einem speziellen PC-Programm, da er gern am Computer arbeitet. Herr Müller kann seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und muss sich beruflich neu orientieren. Auf Wunsch des Patienten wird eine Kompetenzanalyse seiner beruflichen und persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen erarbeitet. Die Auswertung gibt Aufschluss über besondere Stärken, spezifische Fähigkeiten und eigene Interessen. Das erleichtert die Berufswahl.
  3. Herr und Frau Wilken möchten in ihrer Wohnung bleiben. Sie erhalten im häuslichen Umfeld eine Beratung ganz gezielt zu ihren Fragen, die mit der Anpassung Ihrer Wohnung an Ihre individuellen Bedürfnisse zusammenhängen. Da Herr Wilken pflegebedürftig ist (Pflegegrad 2) nimmt die Familie auch die Hilfestellung bei der Beantragung eines Zuschusses der Pflegekasse in Anspruch ( Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes). Ihrem Wunsch entsprechend werden sie bei der Organisation der Umbaumaßnahmen unterstützt.